Der Chief steckt jetzt in Näncy, Fronkraisch!
Chief Justice - 5. Dez, 17:15
Am 21. 6. um 18.45 bin ich wieder da, das ist jetzt geklaert. Am Samstag morgen fliege ich dann nach Frankreich, am Mittwoch den 27.6. kehre ich wieder zurueck. Wahrscheinlich am Sonntag geht es dann wohl fuer eine Woche nach Berlin. Nur zu eurer Information
Chief Justice - 17. Jun, 17:01
Kaum ist man einmal in Syrien, bricht in Schneller die Hölle los. Doch davon später. Zunächst einmal zu meiner Fahrt ins Land des Löwen (na, wer verstehts?). Ich fuhr also an jenem Freitag nach meinem letzten Blogeintrag los und kam sogar noch bis Palmyra, genau wie geplant. Dort quartierte ich mich dann in einem stinkenden, schmutzigen, kleinen und deutlich zu teuren Zimmer ein (O Wanderer, kommst du nach Palmyra, so halte dich vom Baal Shamin Hotel fern). Da hat auch der Einsame Planet nichts genutzt… Abends ging es dann gleich noch mal los, ich bin zur Festung westlich von Palmyra emporgestiegen, um von dort aus den Sonnenübergang über der Oase zu erleben. Den nächsten Tag nutzte ich, um die Ruinenstadt mehr oder wenig ausführlich zu erkunden. Ich erspare euch die Details, dazu nur soviel: es war schon auffällig, dass man trotz des Touristenortes auch häufig von Leuten angesprochen wurde, die nichts verkaufen, sondern einfach nur ins Gespräch kommen wollten. Das war in Ägypten meist anders. Überhaupt war es als Alleinreisender für mich diesmal viel einfacher, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, als es davor in der Gruppe gewesen war. Nachdem mir mein Studentenausweis in Jerusalem abhanden gekommen war, hatte ich, um Eintrittsermäßigungen zu bekommen, nur den Fresszettel, den ich in Schneller bekommen habe. Teilweise musste ich damit den vollen Preis, teilweise den ermäßigten, teilweise sogar gar nichts bezahlen. Ich bin den ganzen Tag in der Hitze herumgestapft, im Endeffekt war ich ziemlich platt, hatte aber auch die wichtigsten Sachen gesehen.
Am Sonntag ging es dann weiter nach Norden, Richtung Hassake. Beim Umsteigen in Deir ez-Zor wollte mich zwischendurch mal der Geheimdienst festhalten, es war ihnen nicht verständlich zu machen, dass ich zwar schon letzten Sommer registriert worden sei, mich aber nicht die letzten 9 Monate in Syrien aufgehalten hätte. Irgendwie wurde ich sie dann doch noch los und kam schließlich nachmittags an meinem Ziel, dem Kloster, an. Es waren Hunderte Leute da, aus dutzenden Kilometern Umkreis kamen sie an, um dort zu grillen und zu feiern. Der alte Bischof lag mit Magenverstimmung im Bett, der aktuelle wandelte umher und ließ sich die Hände küssen… Ich wurde jedenfalls sehr freundlich empfangen. Eigentlich war ich ja darauf eingestellt gewesen, die nächsten Tage zu großen Teilen mit Gammeln, Rumhängen und Schlafen zu verbringen, aber nein, mir wurde ein volles Programm geboten: Am Montag fuhren wir nach Qamischli, wo wir von einem Gemeindeglied empfangen wurden, der uns in der Gegend herumfuhr, uns zwischendurch in seinem Restaurant bewirtete und bei dem wir schließlich noch eine Weile zu Hause waren. In der Zwischenzeit zeigten sie mir die vier Kirchen der Umgebung und danach noch die vier in Qamishli. Nach einer Zwölfstundentour kehrten wir dann zurück. Der nächste Tag war im Vergleich dazu recht entspannt. Wir waren in Ras al-Ain, wo es (glücklicherweise?) nur eine syrisch-orthodoxe Kirche zu zeigen gab, daneben noch eine Schule. Wir waren bei dem Gemeindeglied, das uns diesmal abholen musste, noch zum Mittagessen, bevor wir zurückkehrten, um abends noch die Beduinen, bei denen wir im Sommer schon einmal gewesen waren, zu besuchen. Der Mittwoch war dann der Abschuss: Der Bischof hatte wieder einen Fahrer organisiert und zog ein großes Vergnügen daraus, mir sämtliche Dörfer der Umgebung mit syrisch-orthodoxer Bevölkerung zu zeigen, insbesondere aber deren Kirchen. Am Ende hatten wir ca. 30 Dörfer mit ungefähr 40 Kirchen gesehen, waren 10h30 unterwegs und ziemlich platt. Früh am nächsten Morgen brach ich dann Richtung Aleppo auf. Insgesamt muss man schon sagen, dass die Christen dort eine Art Parallelgesellschaft aufgebaut haben: sie haben ihre eigenen Unternehmen und Läden, die sie benutzen, sie sondern sich auch mündlich von den Muslimen ab. Das Ganze hat natürlich auch seine Gründe, so wurde einen Monat vorher ein Christ in Malkiye getötet, einem Ort der weiteren Umgebung, den wir deswegen auch nicht besuchten. Über die Beziehungen insbesondere zu den Kurden waren sie jedenfalls nicht sehr glücklich.
In Aleppo war ich dann nur einen Nachmittag lang, natürlich viel zu kurz, um die Stadt richtig zu erleben. Ich bin ein bisschen rumgelatscht, in der Altstadt und auf der Zitadelle, das war es im Prinzip aber auch schon. Früh am nächsten Morgen fuhr ich weiter nach Damaskus, von dort aus weiter über mehrere Stationen nach Bosra. Da ich zwischendurch aber in einem superschlechten Bus gelandet war, der dann irgendwann zusammenbrach, nachdem seine Stoßstange abgefallen war. Ich verlor durch die Episode jedenfalls knapp zwei Stunden, was insofern blöd war, als ich in Bosra dann nur noch anderthalb Stunden hatte, viel zu kurz, und von dort weg auch keine Busse mehr bekam, sondern mich mitnehmen lassen musste. In Deraa, an der Grenze nach Jordanien, gab es auch schon keine Service mehr, so dass ich gezwungen war, mit dem Bus nach Damaskus zurückzufahren und schließlich von dort nach Amman. Am Ende ging es mir jedenfalls nicht mehr völlig gut, was dadurch verstärkt wurde, dass ich den ganzen Tag über eine Packung Chips und eine Packung Kekse gegessen hatte.
Zurück in Schneller wurde klar, dass ich wohl so einiges verpasst hatte, worüber nun geklatscht werden konnte: Mein neuer Mitarbeiter war zwischenzeitlich einfach abgehauen, nachdem er wohl spontan beschlossen hatte, keinen Bock mehr zu haben. Außerdem hatte ein Mensch in der Verwaltung mit Psycho-Problemen einem anderen Mitarbeiter einen hohen dreistelligen Geldbetrag entwendet, woraufhin er zwischenzeitlich verhaftet worden war. Nachdem der andere aber auf eine Anzeige verzichtet hat, ist er wieder da und arbeitet weiter hier.
Ansonsten hat Susanne zwischenzeitlich (auf dem Papier) eine neue Mitarbeiterin, die Frau meines Erziehers hat nämlich wohl heute Nacht ein Mädchen auf die Welt gebracht, und ist damit raus aus der Arbeit (leider nur dieses Schuljahr). Die neue Mitarbeiterin ist aber eigentlich fast nie da, was die Situation nicht einfacher macht.
Ansonsten war jetzt am Samstag Drachenfest mit vorherigem Lauf um das Schulgelände für die Großen, beziehungsweise Hindernisparcours für die Kleinen. Danach konnten sie Drachen fliegen lassen, die deutschen Drachen, die ich zu basteln versucht hatte, flogen natürlich nicht. Im Anschluss wurde noch bis in den Abend gegrillt und gegessen.
Ein Großteil meiner Jungs hat grade so begonnen, auszuticken, dass ich denke, dass ich, falls das sich bis Schuljahresende so steigert, wohl nur wenige von ihnen vermissen werde. Na ja, mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Seit Montag sind sämtliche Aktivitäten gecancelt, damit die Jungs sich ja auch richtig auf die Prüfungen, die erst in zwei Wochen anfangen, vorbereiten können. Meiner Meinung nach nur ein geschickter Schachzug meines Erziehers, um das ihm unangenehme Sportprogramm absetzen zu lassen. Er sieht wohl seine Kompetenz als Sporterzieher dadurch in Frage gestellt, wenn andere ein gutes Sportprogramm machen, im Gegensatz zu ihm.
So viel erst mal von mir, man sieht sich ja wahrscheinlich bald.
Chief Justice - 24. Mai, 08:44
Tja, nachdem ich gestern ueberraschend eine ausserplanmaessige woche ferien genehmigt bekommen habe, werde ich nach syrien fahren. palmyra, hassake, bosra und inschaallah noch irgendwelche anderen ziele stehen auf dem programm. mal schauen, ob die syrer mich ohne visum ueberhaupt reinlassen werden...
Chief Justice - 3. Mai, 16:24
So, viel Gelaber, allerdings ein bisschen ehrlicher als sonst:
Hallo liebe Unterstützer,
es ist schon wieder eine ganze Weile her, dass ich mich bei euch gemeldet habe und Rundbrief Nummer 4 steht ins Haus. Vom zweiten Halbjahr habe ich euch bisher fast nichts berichtet, das will ich nun hier nachholen.
Insgesamt ging es ähnlich weiter, wie vorher. Es gab geringfügige Veränderungen, so war es jetzt, nachdem die Kompetenzstreitigkeiten um die Verantwortlichkeit für die Sporthalle halbwegs geklärt scheinen, möglich, ein begrenztes Nutzungsprogramm auch für die Älteren zu erstellen. Ich bin jetzt einmal die Woche mit meinen Jungs im Fitnessraum und einmal in der Sporthalle. Es gibt außerdem zweimal die Woche ein Filmangebot in der Sporthalle, eins für die Jüngeren und eins für die Älteren.
Im März fand auch ein Fußballturnier für die älteren Schüler statt. Ich habe bei einem großen Teil der Partien als Schiedsrichter fungiert. Meine Neuner wurden am Ende Zweiter hinter den Zehnern, ein für sie enttäuschendes Resultat, das, wie jede ihrer Niederlagen, natürlich ausschließlich dem Referee angelastet wurde (der ich in diesem Fall glücklicherweise nicht war).
Der Alltag für uns Freiwillige wurde im März und April immer mal wieder dadurch unterbrochen, dass nun Familien zu Besuch kamen.
Anfang April kam mich dann auch mein Bruder besuchen. Ich konnte mir aus diesem Anlass ein paar Tage zusätzlich zu den regulären Osterferien frei nehmen. Wir fuhren zunächst zwei Tage nach Damaskus, um dann nach Jerusalem zu fahren und dort Ostern zu verbringen. Es war schon sehr spannend, „ganz nah dran zu sein“, am Zentrum des Fests und zu sehen, wie es dort gefeiert wird. Untergekommen sind wir wieder bei den Freunden, bei denen ich schon kurz vor Weihnachten gewesen war. Sie haben uns wieder sehr freundlich aufgenommen und uns mit der Situation vertrauter gemacht. Wir haben die Gelegenheit auch genutzt, um in den Negev, nach Bethlehem und nach Hebron zu fahren. Nach unserer Rückkehr nach Jordanien habe ich meinem Bruder noch die Ammaner Zitadelle, die imposanten Ruinen von Jerash und vier der so genannten „Wüstenschlösser“ zeigen können. Es war insgesamt eine sehr schöne Zeit, auch wenn ich es geschafft habe, in Jerusalem mein Portemonnaie samt Personalausweis, Führerschein und sämtlichen Bank- beziehungsweise Kreditkarten zu verlieren.
In der Woche nachdem mein Bruder wieder abgereist war, hat die zweite Umweltwoche in Kooperation mit der Hanns Seidel Stiftung stattgefunden. Es gab Vorträge für die Schüler zum Thema Umwelt, beispielsweise von der Royal Society for the Conservation of Nature, einem hiesigen Naturschutzverein, oder von UNICEF Jordanien. Wir Freiwilligen haben außerdem Freizeitangebote zum Thema Natur gemacht, so haben Evi und ich mit den Zweit- und Drittklässlern Vögel und Schmetterlinge gebastelt. Andere haben Vogelhäuser gebaut oder Experimente gemacht. Im Rahmen der Umweltwoche wurde außerdem ein Workshop für das pädagogische Personal der Schule abgehalten, es wurden wieder Pflanzen angepflanzt und es fand ein Ausflug in einen botanischen Garten und das Naturreservat Dibbeen bei Ajloun statt. Insgesamt fand ich diese Umweltwoche ein ganzes Stück schwächer als die letzte. Der Ausflug, für die Jungs das Highlight, hatte deutlich uninteressantere Ziele. Vom botanischen Garten haben wir gar nichts gesehen, sondern nur einen dicken Mann, der etwas darüber erzählt hat, und auch in Dibbeen fuhren wir nur rein, um dann an einem Platz rum zu sitzen. Es gab dort zwar auch ein Reitangebot, das war allerdings kostenpflichtig.
Seit dem Beginn der Umweltwoche haben wir auch einen neuen Mitarbeiter in der Family. Er ist hier an der TSS als Automechaniker ausgebildet worden und hat in diesem Jahr als Erzieher hier angefangen. Bisher hatte er mit Evi zusammengearbeitet, nun wurde er durch eine neu angestellte Erzieherin ersetzt. Gegen Schuljahresende wird er wohl die Frau meines Erziehers in ihrer Family ersetzen, die in ihren letzten Schwangerschaftswochen ist. Bis dahin hilft er bei uns mit. Ich war darüber allerdings nicht im Voraus informiert, ich kam an diesem Tag an und er war eben da. Im Prinzip ist unser Verhältnis ordentlich, allerdings spricht er nicht mit mir, wenn ich ihn nicht von mir aus anspreche.
Vor ein paar Tagen war ich nachts noch mit einem meiner Schüler im Krankenhaus. Ich begleitete den Schulkrankenpfleger und einen eigentlich unbeteiligten Mitarbeiter der Schule, der sich freundlicherweise bereiterklärt hatte, uns zu fahren (trotz gleichzeitig übertragenem Champions League Match, das er eigentlich sehen wollte). Was ich dort gesehen habe, hat mich doch ziemlich schockiert. Ich habe zwischenzeitlich schon mehrere Krankenhäuser in Jordanien gesehen, aber dieses war mit Abstand das schlechteste. Normalerweise benutzt auch die Schule ein anderes Krankenhaus, ich vermute, dass es bloß schon geschlossen war und das Krankenhaus, in das wir dann sind, das nächste mit Notaufnahme war. Es war völlig überfüllt, schmutzig, die Röntgenaufnahmen mussten in bar bezahlt werden, wahrscheinlich gerade weil die Patienten erkennbar aus einem ärmlichen Milieu kamen, wo eine Krankenversicherung wohl nicht das Normale ist, und die Behandlung war, nett gesagt, grob. Der Schüler, er hatte ein gebrochenes Handgelenk, wurde von zwei Ärzten festgehalten, während ein dritter am Arm herumriss, um ihn in die richtige Position zu bringen, bevor er gegipst wurde. Das alles natürlich ohne Schmerztabletten oder Ähnliches. Unser Krankenpfleger, der sich auch sonst meist nicht mit Ruhm bekleckert, hat sich bei diesem Krankenhausbesuch aus meiner Sicht sehr daneben benommen. Er ließ meinen Schüler deutlich seinen Ärger spüren, dass er wegen ihm jetzt noch diese Fahrt unternehmen musste, er hatte nämlich vorher versucht, alles auf den Morgen zu verschieben, mit der Behauptung, dass er doch nichts habe. Das Röntgenbild, das den Bruch offenbarte, wurde dann von ihm natürlich auch noch einmal genauestens inspiziert, obwohl selbst ich als völliger Laie den Bruch darauf erkennen konnte. Für ihn jedenfalls typisch. Auf jeden Fall war der Besuch in dem Krankenhaus noch einmal ein wichtiger Einblick in den medizinischen Alltag eines Großteils der jordanischen Bevölkerung.
Seit dem Besuch meines Bruders kommt mir die verbleibende Zeit sehr kurz vor. Es sind zwischenzeitlich für mich kaum noch anderthalb Monate, die mir an Dienstzeit hier in Jordanien bleiben. In ein paar Wochen werden hier die Prüfungen zum Schuljahresende anfangen und das Schuljahr wird am 14. Juni zu Ende sein. Deswegen muss ich mich zwischenzeitlich auch immer stärker mit der Zeit danach befassen. Buchung des Rückflugs, Planung, was ich in der Zeit nach meiner Rückkehr machen werde, Wahl des Studienfachs… All das spielt eine immer größere Rolle und beschäftigt mich geistig zwischenzeitlich mehr als meine Arbeit. Natürlich fange ich zwischenzeitlich auch an, ein bisschen Bilanz zu ziehen. Was habe ich erreicht, was hätte ich gerne mehr geschafft oder besser gemacht? Das betrifft sowohl „berufliche“ Ziele, also was die Arbeit hier angeht, als auch persönliche, wie beispielsweise das Arabisch lernen.
Die Zeit scheint zwischenzeitlich davon zu laufen, und ich wünsche mir im Moment manchmal, dass mir noch mehr bliebe, auch weil ich nach Schuljahresende sehr schnell nach Deutschland werde zurückkehren müssen. Das ist eine Entwicklung, die mich in diesem Maß doch ein bisschen überrascht, es gab auch Phasen hier, als ich das Gefühl hatte, es könne gar nicht schnell genug zu Ende gehen. Vielleicht ist es einfach so, dass ich gegenüber vielem, was mich lange gestört hat, „abgestumpft“ bin und andere Dinge in den Vordergrund getreten sind.
In Jordanien geht der Frühling gerade zu Ende. Das Gras und die Blumen verdorren, es ist heiß geworden (letzte Woche wurde das Tagesprogramm wieder auf Sommerprogramm umgestellt), die landschaftliche Schönheit, die Jordanien nun ca. zweieinhalb Monate hatte, vergeht wieder.
Meinen nächsten Rundbrief werde ich euch wohl schon wieder aus Deutschland schicken.
Viele Grüße wünscht euch allen
Euer
Johannes
Chief Justice - 3. Mai, 16:12
Der Chief kehrt zurueck ins Land seiner Vaeter, und zwar am 21. Juni. Der Flug ist umgebucht: ما شاء الله
Chief Justice - 1. Mai, 11:53
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So, von mir gibts endlich mal wieder ein bisschen Lesestoff. Nachdem mein Bruder die Flucht ergriffen hat, nicht ohne dafuer zu sorgen, dass ich in Jerusalem mein Portemonnaie verliere, inklusive Fuehrerschein, Perso und meiner saemtlichen Bankkarten sitze ich wieder in Jordanien. Da wir dieses Wochenende laenger frei hatten, der 1. Mai war vorverlegt worden^^, sind 4 von uns ins Wadi Hasa gezogen, um dort 2 Tage zu wandern. Hierbei moechte ich auf eine besondere Leistung Susannes aufmerksam machen: Sie schaffte es, unmittelbar vor unserem Aufbruch ins Wadi ihre Wasserflasche zu entsorgen, was bloed ist, wenn man auf dem Weg nur eine begrenzte Anzahl an Quellen zur Verfuegung hat. Ich musste mir danach mein zwischenzeitlich 4. Paar Schuhe kaufen. Ausserdem bin ich am ganzen Koerper mit Stichen uebersaet von naechtlichem Ungeziefer, das es auf mich besonders abgesehen hatte. Ansonsten war es landschaftlich schon ziemlich geil, wie ihr auf den Fotos sehen koennen solltet, falls ihr es hinkriegt, auf die Links zu klicken. Hier noch eine Ode an den Zwerg, der fuer die besseren Fotos, die ihr jetzt sehen koennt, gesorgt hat:
Oh Zwerg
du gabst mir den Link
wer auch immer ihn
dir gab in deine Hoehle
in der du lebst
nebst Flaggen von Organisationen
deren Namen
ich verschweige
den Link der es mir erlaubte
euch die Fotos zu geben
die ihr wollt
um eure
voyeuristischen Instinkte
zu befriedigen
bis nach Jordanien
Dein Bruder
Also, fuer heute Schluss mit dem Quatsch, ان شاء الله ist naechstes Wochenende wieder verlaengert, da muss ich mir ueberlegen, ob ich nicht versuche, nach Aleppo zu kommen, es wuerde sich anbieten, wo doch heute unser Visum wieder verlaengert wird.^^ Ansonsten hab ich gestern festgestellt, dass man in Amman nirgends das Spiegel Special kaufen kann, nicht mal in der Mecca Mall, dem groessten Tempel des Konsums Jordaniens. Ach ja, fuer alle Omas und sonst wie an meiner Zukunft Interessierten: Angeblich habe ich mich zwischenzeitlich fuer ein Studium der Politikwissenschaft am lokalen Sciences Po Ableger in Nancy, Frankriech beworben. Mal sehen, ob das der Weg ist, den der Chief nehmen soll.
Chief Justice - 29. Apr, 13:10
in Jordanien mein Bruder und ich wieder sind. Da mir in Jerusalem mein Handy inklusive Simkarte abhanden gekommen ist, hier meine neue Nummer 0799841549
Chief Justice - 12. Apr, 18:00
Nach Petra fuhr er dann doch nicht der Chief, er bevorzugte es im Endeffekt, tagelang faul in Schneller herumzuliegen und nichts zu tun.
Chief Justice - 31. Mrz, 17:06